Nnimmo Bassey
Nnimmo Bassey, der Eröffnungsredner des Kongresses, ist einer der international wichtigsten Umweltschutz- und Menschenrechtsaktivisten und einer der angesehensten Protagonisten der globalen Bewegung für Klimagerechtigkeit. Er ist Leiter der nigerianischen NGO Environmental Rights Action und Vorsitzender von Friends of the Earth International, des weltweit größten internationalen Umweltschutzverbandes auf Grassroots-Level mit Mitgliedsorganisationen in 77 Staaten.
Bassey war ursprünglich ein angesehener Architekt, der wichtige Bauprojekte realisiert hatte. Als er aber 1990 Zeuge eines schlimmen Massakers im Nigerdelta wurde (in Umuechem wurden 80 Menschen vom nigerianischen Militär ermordet, weil sie Shell für die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen verantwortlich gemacht hatten), ließ er seine Karriere ruhen. Er begann, leidenschaftlich für die Durchsetzung der Menschenrechte in Nigeria, vor allem im Nigerdelta, wo die großen Ölkonzerne mit Unterstützung der Regierung ganze Landstriche völlig verwüsten, zu kämpfen.
Seine Arbeit ist von der tief gehenden Einsicht geprägt, dass eine intakte Umwelt die Voraussetzung für die Wahrung der Menschenrechte und die Möglichkeit, ein menschenwürdiges Leben zu führen, ist.
Derzeit beschäftigt sich Nnimmo Bassey mit Environmental Rights Action u.a. auch mit dem Aufbau des Oil Watch Africa Netzwerks, das lokale Communities darin bestärkt, keine zerstörerischen Projekte auf ihrem Land zuzulassen und ihre Rechte und ihre Umwelt zu verteidigen.
Gemäß der weltweit immer mehr an Kraft gewinnenden Forderung „Leave the oil in the soil!“, die die Notwendigkeit, den Klimawandel nicht erst auf der Emissionsebene, sondern an der Wurzel zu bekämpfen zum Ausdruck bringt, versucht ERA des weiteren, die nigerianische Regierung davon zu überzeugen, die verbleibenden Rohölvorkommen des Landes nicht zu fördern, sondern eine zukunftsweisende Wirtschaft aufzubauen, die das Zeitalter der fossilen Energieträger hinter sich lässt.
Mit Friends of the Earth International kämpft Bassey gegen die fatalen Folgen des neoliberalen Kapitalismus und die zerstörerischen Aktivitäten von Konzernen und Regierungen und mobilisiert weltweit Communities, um solidarische Beziehungen aufzubauen.
2009 wurde er für sein unnachgiebiges Engagement vom Time Magazine mit dem Titel “Hero of the Environment” ausgezeichnet.
http://en.wikipedia.org/wiki/Nnimmo_Bassey
http://www.time.com/time/specials/packages/article/0,28804,1924149_1924153_1924211,00.html
http://www.eraction.org
http://www.foei.org
Interview mit dem Lucid Magazine im März 2010
http://www.lucidpolitics.co.uk/2010/03/07/nnimmo-bassey
Video-Interview mit Democracy Now Host Amy Goodman in Kopenhagen 2009 Video-Interview mit Democracy Now während der “Weltkonferenz der Völker über Klimawandel und Rechte der Mutter Erde” in Cochabamba/Bolivien im April 2010
Birgit Bednar-Friedl
Birgit Bednar-Friedl studierte Umweltsystemwissenschaften mit Fachschwerpunkt Volkswirtschaftslehre an der Universität Graz. In Ihrer Dissertation forschte sie zum Thema nachhaltige Nutzung erneuerbarer Ressourcen. Derzeit arbeitet sie am Wegener Zentrum für Klima und Globalen Wandel als Vizegruppenleiterin der Forschungsgruppe “Ökonomik des Klima- und Umweltwandels” sowie als Assistenzprofessorin am Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Graz. Ihre aktuellen Forschungsthemen umfassen den Zusammenhang zwischen Klimapolitik und internationalem Handel, die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels, die Finanzierung von Natur- und Artenschutz sowie den nachhaltigen Verkehr.
http://www.wegcenter.at
Ulrich Brand
Der Universitätsprofessor für Internationale Politik an der an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Wien studierte Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Frankfurt/Main, Berlin und Buenos Aires. Er absolvierte längere Forschungsaufenthalte in den USA, Mexiko und Kanada und lehrte an den Universitäten Frankfurt/Main, Kassel, an der Rutgers University in New Jersey und an der Hochschule Bremen. Brand ist u.a. Mitglied des Exzellenz-Netzwerks der EU „Global Governance, Regionalisation and Regulation: The Role of the EU“, der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG) sowie des Wissenschaftlichen Beirats von Attac Deutschland. Er ist Sprecher der Sektion „Politik und Ökonomie“ der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) und Gutachter u.a. für die „Zeitschrift für Internationale Beziehungen“, „Millennium: Journal of International Studies“, „Review of International Political Economy“, „Peripherie. Zeitschrift für Politik und Ökonomie in der Dritten Welt“ sowie für diverse staatliche Forschungsförderer und Stiftungen. Brands Forschungsschwerpunkte sind Globalisierung, Global Governance und Internationale Politische Ökonomie, Staatstheorie und die aktuelle Transformation des Staates, Internationale Umweltpolitik, Nichtregierungsorganisationen und soziale Bewegungen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Brand
http://www.univie.ac.at/intpol/?page_id=203
Kristina Dietz
Seit 2009 arbeitet die Politikwissenschaftlerin Kristina Dietz am Lateinamerika Institut der Freien Universität Berlin im Bereich sozialwissenschaftliche Umweltforschung. Seit Oktober 2009 ist sie in einem Forschungsprojekt zu Agrarkraftstoffen als transnationales und sozial-ökologisches Konfliktfeld tätig. Zuvor arbeitete sie an der Universität Kassel als Koordinatorin eines Promotionskollegs zu Globaler Sozialpolitik sowie am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin in einem Forschungsprojekt zu internationaler Klimapolitik mit Schwerpunkt Vulnerabilität und Anpassung an den Klimawandel im globalen Süden. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen gesellschaftliche Naturverhältnisse, Umwelt, soziale Ungleichheiten und Demokratie sowie sozial-ökologische Konflikte im Nord-Süd-Kontext. Forschungsaufenthalte absolvierte sie u.a. in Tansania, Nicaragua und Brasilien. Kristina Dietz ist des weiteren auch im Arbeitsschwerpunkt Soziale Ökologie (ASSÖ) der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) aktiv. Gemeinsam mit Achim Brunnengräber, Bernd Hirschl, Heike Walk und Melanie Weber veröffentlichte sie das Buch „Das Klima neu denken. Eine sozial-ökologische Perspektive auf die lokale, nationale und internationale Klimapolitik.“
http://www.lai.fu-berlin.de/homepages/dietz/index.html
Andreas Exner
Der Vegetationsökologe arbeitete mehrere Jahre in Forschungsprojekten an der Universität Wien und wurde politisch in der Umweltbewegung sozialisiert. Er engagierte er sich u.a. bei Attac in einer Arbeitsgruppe zu Ökologie und Globalisierung, die sich schließlich zum „Social Innovation Network“ entwickelte. Dieses sucht nach Alternativen zum System des Wachstums und soll zu einem Knotenpunkt für alle werden, die selbstorganisierte Auswege aus dem derzeit vorherrschenden Entwicklungspfad suchen oder bereits ein Stück weit gegangen sind. Exner ist darüber hinaus Redakteur der Zeitschrift „Streifzüge“ und als Arbeiterkammer-Rat in Kärnten tätig. Seine derzeitigen Tätigkeitsschwerpunkte sind Kapitalismustheorie und -kritik, Solidarische Ökonomie, Commons und Umwelt. 2007 stellte Exner gemeinsam mit Werner Rätz und Birgit Zenker den Band „Grundeinkommen. Soziale Sicherheit ohne Arbeit“ zusammen, der im Deuticke Verlag erschien. 2008 publizierte er zusammen mit Christian Lauk und Konstantin Kulterer bei Ueberreuter sein aktuellstes Buch „Die Grenzen des Kapitalismus. Wie wir am Wachstum scheitern“.
http://www.social-innovation.org
Ulrich Foelsche
Ulrich Foelsche studierte Meteorologie und Geophysik an der Karl-Franzens Universität Graz. Dort ist er derzeit Assistenzprofessor am Institut für Physik und stellvertretender Leiter des Institutsbereichs Geophysik, Astrophysik und Meteorologie. Am Wegener Zentrum für Klima und Globalen Wandel ist er stellvertretender Leiter der Arbeitsgruppe “Atmospheric Remote Sensing and Climate System”. 2007/2008 verbrachte er ein Forschungsjahr in Boulder, Colorado. Seine Forschungsschwerpunkte sind Atmosphärenbeobachtung und Klima-Monitoring mit Satellitendaten.
http://www.wegcenter.at
Franziskus Forster
Politisch sozialisiert wurde Franziskus Forster in der globalisierungskritischen Bewegung, insbesondere bei Attac. Er ist Mitbegründer von und Aktivist bei AgrarAttac, der Inhaltsgruppe von Attac Österreich zu Themen der globalen Landwirtschaft, Welthandel und Ernährung aus sozial-ökologischer Perspektive, ehemaliges Vorstandsmitglied von Attac Österreich und dem Agrarbündnis Österreich. Des weiteren ist er aktiv im „Climate-Justice-Movement“ und nahm u.a. am „Klima- und Antirassismuscamp in Hamburg“ 2008 sowie an den Protesten in Kopenhagen 2009 teil. Derzeit arbeitet der Student der Politikwissenschaften am Projekt „Internationale Entwicklung“ an der Universität Wien an seiner Diplomarbeit. Seine Themenschwerpunkte sind Ernährungssouveränität, sozial-ökologische Konflikte, Politische Ökonomie, Ökologie des Agrar- und Lebensmittelsystems und Klimagerechtigkeit.
http://community.attac.at/agrarattac.html
http://agrarattac.ning.com
http://www.climate-justice-action.org
Andreas Gobiet
Andreas Gobiet studierte Physik und Umweltsystemwissenschaften in Graz. Seit 2003 forscht er auf dem Gebiet der regionalen Klimamodellierung, wobei sein besonderes Augenmerk der Klimamodellierung in sehr feiner räumlicher Auflösung im Alpenraum liegt. Anfang 2005 gründete er die Forschungsgruppe für Regionale und Lokale Klimamodellierung und -analyse (ReLoClim) am Wegener Zentrum für Klima und Globalen Wandel der Universität Graz. Derzeit ist er führend an internationalen Projekten über regionalen Klimawandel und seine Auswirkungen beteiligt (z.B. Klimawandelauswirkungen auf den Wasserhaushalt im Alpenraum, Klimawandelauswirkungen auf unterschiedliche Wirtschaftssektoren in Mittel- und Osteuropa), leitet nationale Projekte zum Thema Klimamodellierung und Auswirkungen des Klimawandels und leitet die Forschungsgruppe ReLoClim am Wegener Zentrum.
http://www.uni-graz.at/igam7www/igam7www_forschung/igam7www_reloclim.htm
Johann Kandler
Johann Kandler kam 1972 im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit als Landwirtschaftsberater in den Nordosten Brasiliens. Gemeinsam mit seiner Frau Chriselda war er maßgeblich an der Entstehung der ersten „Escola Comunidade Rural“ in Bahia beteiligt, die nach der Befreiungspädagogik von Paulo Freire und dem Modell der „Maison familiale“ Führungskräfte für Basisbewegungen ausbildete. Unter dem Eindruck der Erfahrungen einerseits mit der Unterdrückung und Ausbeutung der Bevölkerung durch die Militärdiktatur und die Großgrundbesitzer, andererseits mit der lebensfreudigen und solidarischen Kultur der Menschen, widmeten sich seine Frau und er bis 1992 dem Aufbau zahlreicher sozialer Basisbewegungen (Landarbeitergewerkschaften und -genossenschaften, kirchliche Basisgemeinden, Landlosenbewegung, Conselho Nacional dos Seringueiros (Rat der Kautschukzapfer), Frauennetzwerke, CUT – Gewerkschaftsbund u.a.m.). In Südwestamazonien hat er die CPT – Comissão Pastoral da Terra mitbegründet und war ihr langjähriger Leiter in den Bundesstaaten Acre und Minas Gerais. Er ist ein intimer Kenner der brasilianischen Realität und der „movimentos sociais“ (soziale Bewegungen) mit besten Kontakten in hohe Kreise. Seit 1993 ist er mit Vortragstätigkeit und Öffentlichkeitsarbeit für das österreichische Klimabündnis beschäftigt. Seine Themenschwerpunkte sind die globalen wirtschaftlichen und politischen Ursachen und die sozio-ökologischen Auswirkungen des Klimawandels (insbesondere für benachteiligte Bevölkerungsgruppen des Südens), Amazonien und indigene Völker, Agrotreibstoffe, REDD (Reducing Emissions from Deforestation and Degradation) sowie sozial und ökologisch gerechte Alternativen im Klimaschutz.
http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Kandler
Gottfried Kirchengast
Gottfried Kirchengast studierte Physik, Geophysik und Meteorologie an der Universität Graz, wo er seit 1996 auch die von ihm gegründete Forschungsgruppe für Atmosphärenfernerkundung und Klimasystem leitet. 1998 erhielt er den mit 1,1 Mio. Euro Forschungsgeld dotierten START-Preis – den anerkanntesten und höchstdotierten Wissenschaftspreis Österreichs für Nachwuchsforscher unter 35 Jahren, 1999 den Josef-Krainer Würdigungspreis. 2003 wurde Kirchengast schließlich als Universitätsprofessor auf den traditionsreichen Grazer Lehrstuhl für Geophysik berufen. Seit Anfang 2005 leitet er das von ihm initiierte Wegener Zentrum für Klima und Globalen Wandel. 2006 erhielt er für seine Forschungstätigkeit zum Thema Klimawandel den GRAWE Award für Wissenschaft. 2008 wurde Kirchengast Mitglied der Jungen Kurie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Neben seiner Tätigkeit in Graz absolvierte er zahlreiche Forschungsaufenthalte an deutschen und U.S.-Universitäten und Forschungsinstituten und hält weltweit Gastvorträge.
http://www.wegcenter.at
Corinna Milborn
Von 1991 bis 1997 studierte Corinna Milborn Geschichte und Politikwissenschaft, Fächerkombination Entwicklungspolitik in Wien, Granada und Guatemala. Von 1995 bis 1996 war sie als Menschenrechtsbeobachterin in Guatemala tätig. Von 1998 bis 2002 arbeitete sie als Pressesprecherin und Expertin für Globalisierungsfragen für den WWF. Seit 2003 ist die ehemalige Chefredakteurin der Menschenrechtszeitschrift liga vor allem als Journalistin, Autorin und Moderatorin tätig. Milborn ist u.a. auch Gastgeberin in der ORF-Sendung Club 2. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Migration, Integration, Globalisierung und Menschenrechte. 2007 erhielt sie für ihr wichtiges Buch “Gestürmte Festung Europa” den Bruno-Kreisky-Anerkennungspreis für das politische Buch. 2008 wurde ihr der Concordia-Preis für Menschenrechte und der European Journalist Award for Excellence in Journalism verliehen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Corinna_Milborn
http://www.milborn.net
Tadzio Müller
Der prekär arbeitende Politologe lebt als Autor und Übersetzer in Berlin. Er ist Mitherausgeber des Journals „Turbulence: Ideas for Movement“ und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Analyse und Kritik eines möglichen, ökologisch erneuerten Kapitalismus und des Konzeptes „Green New Deal“. Zu diesen Themen schrieb er mehrere Artikel, die in verschiedensten Publikationen veröffentlicht wurden. Ende 2009 erschien sein gemeinsam mit dem Wirtschaftsredakteur der Berliner Zeitung Stephan Kaufmann verfasstes Buch „Grüner Kapitalismus. Krise, Klimawandel und kein Ende des Wachstums „. Müller ist in der sich formierenden globalen Bewegung für Klimagerechtigkeit aktiv und war im Netzwerk „Climate Justice Action“ an der Mobilisierung zu den Aktionen in Kopenhagen beteiligt. Während des UN-Klimagipfels wurde er, wie weitere Sprecher_innen der Bewegung, auf offener Straße gezielt von Zivilpolizist_innen verhaftet und für mehrere Tage inhaftiert. Im April nahm Müller gemeinsam mit 35000 Aktivist_innen aus 142 Ländern an der erfolgreichen “Weltkonferenz der Völker über Klimawandel und Rechte der Mutter Erde” in Cochabamba/Bolivien teil.
http://www.climate-justice-action.org
http://turbulence.org.uk
http://www.gegenstromberlin.net
Michael Narodoslawsky
Der ausserordentliche Universitätsprofessor studierte Verfahrenstechnik an der TU Graz und ist eben dort seit 1989 Dozent für Grundlagen der Verfahrenstechnik. Er lehrt des weiteren auch an der Karl-Franzens-Universität Graz, der Universität für Bodenkultur Wien und der FH Wiener Neustadt (Standort Tulln). Seine Forschungstätigkeit liegt im Bereich nachhaltige Entwicklung, nachhaltige regionale Entwicklung und ökologische Bewertung von technischen Prozessen und Produkten. Er ist Mit-Autor mehrerer Bücher, u.a. „Bewusstsein in Raum und Zeit“, Insel Verlag 1996; „Inseln der Nachhaltigkeit“ NP Buchverlag St. Pölten, 2002 sowie Verfasser zahlreicher Publikationen im Bereich nachhaltige Entwicklung.
https://online.tu-graz.ac.at/tug_online/visitenkarte.show_vcard?cperson_nr=3191
Ines Omann
Ines Omann studierte Umweltsystemwissenschaften und Volkswirtschaftslehre an der Karl-Franzens-Universität in Graz und in Lund (Schweden). Mag.rer.soe.oec 1997 mit Auszeichnung. Ihr Doktorat in Ökologischer Ökonomie machte sie ebenso in Graz und an der Universität von Leeds. 2004 promovierte sie mit Auszeichnung zur Dr.rer.soc.oec. Von 1997-98 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Technologie und Regionalpolitik der Joanneum Research sowie 1999 am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie. Seit 1998 unterrichtet sie an der Universität in Graz Makroökonomie, Ökologische Ökonomie und seit 2006 Nachhaltige Entwicklung an der Universtität für Bodenkultur in Wien. Seit 2004 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sustainable Europe Research Institute. Derzeit ist sie dort als senior researcher tätig und leitet die Gruppe nachhaltige Lebensqualität. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: integrierte Nachhaltigkeits-Bewertung, Szenarienentwicklung, partizipative Verfahren, Verbindung von Lebensqualität, Bedürfnissen, Lebensstilen, nachhaltiger Entwicklung; in den Bereichen: Biodiversität, Energie, globaler Wandel.
http://seri.at/people/ines-omann
Christian Salmhofer
Der studierte Geograf (Schwerpunkt Klimatologie) ist seit Mitte der 1990er-Jahre Klimabündniskoordinator in Kärnten. Seit zwanzig Jahren veröffentlicht er beständig eine Vielzahl von Artikeln, Kommentaren und wissenschaftlichen Arbeiten und lehrt und referiert in verschiedenen Zusammenhängen zum Themenkomplex „Klimawandel“. Dabei behandelt er von der allgemeinen Erklärung des Treibhauseffektes bis hin zur kritischen Betrachtung von Klimabilanzen und Klimapolitik eine umfangreiche Themenpalette, in deren Zentrum Ökologie und Menschenrechte stehen. Salmhofer bezeichnet sich selbst als „Entwicklungshelfer in Österreich“. Sein derzeitiger Tätigkeitsschwerpunkt ist „Der Klimawandel und unser Ernährungssystem am Beispiel von (BIO)-Landwirtschaft, Agrosprit und Migration“.
http://www.klimabuendnis.at
Irmi Salzer
Während ihres Studiums der Landschaftsplanung und -gestaltung an der Universität für Bodenkultur in Wien engagierte sich Irmi Salzer u.a. in der ÖH Boku (Studienrichtungsvertretung und Vorsitz) sowie im selbstverwalteten Studierendenlokal TÜWI, machte mehrere längere Studienreisen ins Ausland (Costa Rica, Moskau, Portugal, etc.) und arbeitete ab 1995 in einem kollektiv geführten Biogemüsebaubetrieb in Sooß bei Baden. Zwecks der Recherche für ihre Diplomarbeit über die Landlosenbewegung MST verbrachte sie ein halbes Jahr in Brasilien. Seit 2002 betreibt Salzer gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten und drei Kindern eine kleine Biolandwirtschaft im Südburgenland. Seit 2006 ist sie Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der ÖBV-Via Campesina Austria. In dieser Funktion ist sie auch Vorstandsmitglied des Agrarbündnis Österreich sowie Mitglied der Arbeitsgruppe „GAP und Ernährungssouveränität“ der Europäischen Koordination der globalen Kleinbäuer_innen- und Landlosenbewegung La Via Campesina (ECVC).
http://viacampesina.org/en
http://www.viacampesina.at
Ernst Schriefl
Ernst Schriefl studierte Informatik (TU Wien) und Technischer Umweltschutz (BOKU Wien, TU Wien). Er war von 1999 bis 2007 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft (Bereich Energieeffizienz in Gebäuden) tätig und ist seit 2007 Mitarbeiter der “energieautark consulting gmbh”. Weiters ist er Mitgründer und Obmann von “ecoPolicy-Lab – association for the analysis, assessment and advancement of ecologically oriented policy concepts”. Eines seiner aktuellen Forschungsprojekte ist „Powerdown – Diskussion von Szenarien und Entwicklung von Handlungsoptionen auf kommunaler Ebene angesichts von “Peak Oil” und Klimawandel“, das er u.a. in Zusammenarbeit mit der BOKU Wien, dem Institut für ökologische Stadtentwicklung und dem Interuniversitären Zentrum für Technik, Arbeit und Kultur (IFZ) durchführt. Seit Anfang der 1990er-Jahre ist Ernst Schriefl darüber hinaus (vor allem im Bereich Umwelt / Nachhaltigkeit) zivilgesellschaftlich aktiv.
http://www.dorfwiki.org/wiki.cgi?PowerDown
http://ecopolicy-lab.org/site/?q=ernstschriefl
Alexandra Strickner
Von 2003 bis 2009 war die Ökonomin Alexandra Strickner beim Institute for Agriculture and Trade Policy (IATP) als Handels- und Agrarpolitikexpertin tätig. Bis 2006 verfolgte sie die laufenden WTO Verhandlungen in Genf und nahm an mehreren WTO Ministertreffen (Cancun, Hong Kong) teil. Anschließend beschäftigte sie sich vor allem mit der europäischen Aussenhandels- und Agrarpolitik. Alexandra Strickner ist auch Mitbegründerin und aktuelles Vorstandsmitglied von Attac Österreich. Im Rahmen ihrer beruflichen und politischen Tätigkeit ist sie seit Jahren in verschiedenen europäischen und globalen zivilgesellschaftlichen Netzwerken – u.a. dem „Our World Is Not For Sale“ und dem „Seattle to Brussels Network“ tätig, die Kampagnen und Mobilisierungen gegen die Ausweitung der neoliberalen Globalisierung und für demokratische Alternativen von unten entwickeln und umsetzen. Gegenwärtig unterstützt sie die Entwicklung und den Aufbau von breiten zivilgesellschaftlichen Allianzen in Österreich und Europa, in deren Zentrum alternative Krisenantworten und die Förderung von Alternativen zum gegenwärtigen Wirtschaftssystem stehen.
http://www.attac.at
http://www.ourworldisnotforsale.org
http://www.s2bnetwork.org
Jürgen Suschek-Berger
Der Stellvertretende Leiter des Interuniversitären Forschungszentrums (IFZ) studierte Philosophie und Soziologie und absolvierte den Medienkundlichen Lehrgang an der Karl-Franzens-Universität Graz. Er ist seit 1989 wissenschaftlicher Mitarbeiter des IFZ und leitet seit 2004 den Forschungsbereich “Energie und Klima”. Weiters ist er Lehrbeauftragter an der Universität Klagenfurt und setzt sich in seinen Lehrveranstaltungen mit den Themen “Technikfolgenabschätzung” und “Technik und Gesellschaft” auseinander. In seiner Forschungsarbeit beschäftigen ihn Themen der sozialwissenschaftlichen Technikforschung wie hemmende und fördernde Bedingungen der Verbreitung von erneuerbaren Energieträgern, die Einbeziehung von betroffenen Nutzer_innen in Innovationsprozesse oder die Möglichkeiten der Beteiligung von Betroffenen an Technikentwicklungs- und -verbreitungsprozessen.
http://www.ifz.tugraz.at/index.php/user/view/19
Andreas Türk
Andreas Türk studierte an der Karl-Franzens-Universität Graz Umweltsystemwissenschaften mit Schwerpunkt Chemie mit Abschluß im Jahr 1996. Darauf folgte ein postgraduales Wirtschaftsstudium an der Donau Universität Krems, das er mit einem MBA abschloss. Seit 2005 arbeitet er am Wegener Zentrum für Klima und Globalen Wandel der Universität Graz und ist seit 2006 auch am Institut für Energieforschung des Joanneum Research beschäftigt. Seine Arbeitsschwerpunkte sind nationale und internationale Klimapolitik sowie die Kyotoprojektmechanismen.
http://www.wegcenter.at

















