Since most of the films are in English, we warmly invite you to come watch them. Three of them, „In Transition – from oil dependence to local resilience“ (UK/2009), “A Sea Change” (US/2009) and “H2Oil” (CA/2009), will premiere in Austria during the conference. You can check out the trailers below.



Im Rahmen des Kongresses erfolgen die Österreichpremieren der Dokumentarfilme „In Transition – from oil dependence to local resilience“ (UK/2009), “A Sea Change” (US/2009) und “H2Oil” (CA/2009). Gezeigt werden weiters “Curitiba: It’s Possible” (AT/2008), „Die Biosprit-Lüge“ (DE/2009) und ”The Power of Community – How Cuba Survived Peak Oil” (US/2006).

„In Transition“ (UK/2009) dokumentiert als erster Film die inspirierende, sich seit einiger Zeit weltweit ausbreitende Transition Town Bewegung, die den Krisen von Peak Oil und Klimawandel mit Kreativität und einem positiven, lösungsorientierten Spirit auf lokaler Ebene entgegentritt. Statt auf die große Politik zu warten, haben ihre Protagonist_innen damit begonnen, ihre Communities und Städte in demokratischen Prozessen entsprechend den Anforderungen der Zukunft auf allen Ebenen von unten nachhaltig umzugestalten.

“A Sea Change” (US/2009), ist der erste (mehrfach preisgekrönte) Dokumentarfilm über die Ozeanversauerung, eine äußerst beängstigende Entwicklung, die ebenso wie der Klimawandel durch den exzessiven CO2-Ausstoß der Menschheit verursacht wird und ebenso wie dieser fatale Folgen hat. Laut dem Leibniz-Institut für Meereswissenschaften ist der Säuregrad des Oberflächenwassers seit Beginn der Industrialisierung um 30 Prozent angestiegen und hat damit Werte erreicht, die es zuletzt vor mehreren Millionen Jahren gegeben hat. In einem solchen Milieu wird es für die Kleinlebewesen am Anfang der Nahrungskette zunehmend schwerer, ihre Kalkschalen bzw. -skelette zu bilden. Steigt der Säuregrad weiter, droht das weltweite Zusammenbrechen ganzer Ökosysteme.

“H2Oil” (CA/2009) zeigt den Kampf gegen eines der zerstörerischsten Projekte der Gegenwart, das größte industrielle Projekt der Geschichte, Albertas „Tar Sands“. Unter den borealen Wäldern der westkanadischen Provinz befinden sich die zweitgrößten Ölvorkommen der Welt und obwohl die Produktion von Öl aus Teersanden sehr energie- und kostenaufwändig ist, lohnt sich das Geschäft für die großen Konzerne. Bereits heute ist nicht etwa Saudiarabien, sondern Kanada der größte Öllieferant der USA und in einigen Jahren soll der gesamte Kontinent von Pipelines durchzogen sein. Entstehen werden Tagbauminen von der Größe Floridas und toxische Abwasserauffangbecken so groß wie der Lake Ontario. Die Alternativnobelpreisträgerin Maude Barlow bezeichnet die Tar Sands treffend als „Kanadas Mordor“.

Wie schon der Titel impliziert, richtet H2Oil seinen Fokus auf den Konflikt zwischen Wasser und Öl. Im Produktionsprozess werden einerseits ca. zwei bis viereinhalb Barrels Frischwasser für die Gewinnung eines Barrels Öl gebraucht und andererseits verschmutzen enorme Mengen giftiger Abwässer, die einfach in offene Teiche oder tiefe Brunnen gelassen werden, das Oberflächen- und Grundwasser mit krebserregenden Substanzen wie etwa Arsen und Quecksilber. Indigene Communities, die wie sooft an der Frontlinie ökologischer Zerstörung leben, haben, unterstützt von immer Menschen weltweit, den Kampf für die Verteidigung ihrer Gesundheit und Menschenwürde aufgenommen. Einen Kampf um Leben oder Tod.



In Transition – from oil dependence to local resilience (UK/2009) / Ö-Premiere

(ENG OV + DT UT / 50 min / Regie: Emma Goude)

“In Transition” ist der erste detaillierte Film über das Transition Movement. Diese Bewegung besteht aus Communities, die Peak Oil und dem Klimawandel mit Kreativität, Erfindungsreichtum und Humor gegenübertreten und damit begonnen haben, ihre lokalen Ökonomien und Gemeinwesen entsprechend den Anforderungen einer sich verändernden Welt in einem partizipativen demokratischen Prozess umzugestalten. Mit positivem Spirit, lösungsorientiert, bunt, lebendig mit viel Spaß und ansteckend.

“In Transition” erzählt die Geschichten von Gemeinschaften, die ihre eigene Währung einführen, ihre eigenen Pubs eröffnen, gemeinsam Bäume pflanzen und ihre eigenen Lebensmittel anbauen und verarbeiten – mit viel Sensibilität, Mitgefühl und Einfallsreichtum.

Der Film begeistert Menschen weltweit und ist essentiell für jede/n, die/der daran interessiert ist, den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts entschieden entgegenzutreten.

„Sie werden lokale Regierungen sehen, die sich hinter die lokalen Transition-Initiativen stellen und einen Eindruck vom Ausmaß dieser aufstrebenden Bewegung bekommen. Es ist eine Geschichte voll Hoffnung und ein Aufruf zum Handeln.” – Rob Hopkins

http://www.transitionnetwork.org
http://www.transitionaustria.ning.com


H2Oil (CA/2009) / Ö-Premiere

(ENG OV / 77 min / Regie: Shannon Walsh)

Ever wonder where the United States get most of its oil? If you thought it was Saudi Arabia or Iraq you are wrong. Its biggest oil supplier has quickly become Canada’s tar sands, the largest industrial project in human history.

Located under Alberta’s pristine boreal forests, the process of oil sands extraction uses up to 4 barrels of fresh water to produce only one barrel of crude oil. It goes without saying that water – its depletion, exploitation, privatization and contamination – has become one of the most important issues to face humanity in this century. At the same time, the war for oil is well underway across the globe. A struggle is increasingly being fought between water and oil, not only over them.

Alberta’s oil sands are at the center of this tension. As the province rushes towards a large-scale extraction, the social, ecological and human impacts are hitting a crisis point. In only a few short years the continent will be a crisscross of pipelines, reaching from the arctic all the way to the southern US, leaving toxic water basins the size of Lake Ontario, and surface-mines as large as Florida.

H2Oil follows a voyage of discovery, heartbreak and politicization in the stories of those attempting to defend water in Alberta against tar sands expansion. Unlikely alliances are built and lives are changed as they come up against one of the most destructive projects of our time.

Ultimately we ask what is more important, oil or water? And what will be our response?



http://www.h2oildoc.com


A Sea Change (US/2009) / Ö-Premiere

(ENG OV / 88 min / Regie: Barbara Ettinger)

Imagine a world without fish. It’s a frightening premise, and it’s happening right now.

The Award winning documentary A Sea Change follows the journey of retired history teacher Sven Huseby on his quest to discover what is happening to the world’s oceans. After reading Elizabeth Kolbert’s “The Darkening Sea” Sven becomes obsessed with the rising acidity of the oceans and what this “sea change” bodes for mankind. His quest takes him to Alaska, California, Washington, and Norway as he uncovers a worldwide crisis that most people are unaware of. Speaking with oceanographers, marine biologists, climatologists, and artists, Sven discovers that global warming is only half the story of the environmental catastrophe that awaits us.

Excess carbon dioxide is dissolving in our oceans, changing sea water chemistry. The more acidic water makes it difficult for tiny creatures at the bottom of the food web to form their shells. The effects could work their way up to the fish 1 billion people depend upon for their source of protein.

A Sea Change is also a touching portrait of Sven’s relationship with his grandchild Elias. As Sven keeps a correspondence with the little boy, he mulls over the world that he is leaving for future generations. A disturbing and essential companion piece to An Inconvenient Truth, A Sea Change brings home the indisputable fact that our lifestyle is changing the earth, despite our rhetoric or wishful thinking.

“Ocean acidification is the flip side of global warming and if you have children, grandchildren or any investment in life as we know it continuing on this planet, this is a must-see film.” – Marin Maven

“Like “An Inconvenient Truth,” this film is both a love letter to the planet and an urgent plea to its citizens.” – Justin Berton, San Francisco Chronicle



http://www.aseachange.net


Die Biosprit-Lüge (DE/2009)

(DT OV / 44 min / Regie: Inge Altemeier)

Seit dem die EU den Anbau von Pflanzen zur Herstellung von Treibstoffen subventioniert und vorantreibt, werden Millionen Menschen in Indonesien in die Hungerkatastrophe getrieben.

Das Schicksal von Din Perulak ist besiegelt: Seit 2003 schreibt die EU vor, dem Diesel Pflanzenöl beizumischen. Die Folge in Dins’ Land Indonesien: Es geht nur noch um Palmöl für den europäischen Markt. Für das stolze Volk der Orang Rimba, Nomaden des Waldes, gibt es jetzt nichts mehr zu essen. Din ist nur ein Beispiel. Durch den Biospritwahn haben Millionen Indonesier_innen ihre Lebensgrundlage verloren. Die Gewinner sitzen in Europa: die Autoindustrie baut weiter Spritschlucker und die EU verpasst sich ein grünes Image.

Jetzt haben Politiker_innen jedoch ein schlechtes Gewissen: Die Erfinder_innen des Pflanzenkraftstoffes, Europas Grüne, mögen keinen Biosprit mehr. Aber nun ist es zu spät: bereits über 10 Milliarden Euro Steuergelder hat Europa für Subventionen ausgegeben. Diese verfehlte Politik hat nicht nur den Klimawandel nicht gebremst, sondern auch noch eine schwere Nahrungsmittelkrise ausgelöst.

Der Hungermacher Agrosprit ist weiter auf dem Vormarsch und es gibt eine neue vermeintliche Zauberpflanze: Jatropha. Die für Mensch und Tier giftige Pflanze wird auf Viehweiden in Indien angebaut und so entsteht eine neue Konkurrenz: die von Jatrophaöl für unsere Autos oder Milch für die Inder_innen.

Die Filmemacherin Inge Altemeier dokumentiert seit 2001 das Schicksal der Verlierer_innen und Gewinner_innen der europäischen Pflanzentreibstoffpolitik. Entstanden ist eine Chronik, wie Globalisierung zu Hunger führt und wie auch grüne Ideen immer nur europäische Interessen bedienen.



http://www.globalfilm.de/film_die_biospritluege.shtml


Curitiba: It’s Possible (AT/2008)

(DT OV / 44 min / Regie: Jörg Pibal und Paul Romauch)

Curitiba, die Millionenstadt im südöstlichen Brasilien gilt seit über 30 Jahren als soziales, ökologisches und ökonomisches Musterbeispiel in Lateinamerika und darüber hinaus.

Im Umgang mit großen urbanen Problemen haben die Städteplaner_innen Curitibas auf kreative, kostengünstige und nachhaltige Lösungen gesetzt und damit einen für die Region enorm hohen Lebensstandard geschaffen. Die Dokumentation stellt das “Phänomen Curitiba” im europäischen Raum vor und bietet Anstöße, wie man Schwierigkeiten aus alternativen Blickwinkeln betrachten kann.

Der Film zeigt unter anderem, wie faszinierende Problemlösungen mit begrenzten Mitteln möglich werden und wie auch in einem negativen Umfeld und unter nachteiligen Rahmenbedingungen trotzdem positive Vorbildwirkung erreicht werden kann.



http://8film.at/blog/?page_id=38


The Power of Community – How Cuba Survived Peak Oil (US/2006)

(ENG OV / 55 min / Regie: Faith Morgan)

Als die Sowjetunion 1990 kollabierte, erfasste Kuba eine tief greifende Krise. Konfrontiert mit um mehr als 50% einbrechenden Öl- und um mehr als 80% einbrechenden Nahrungsmittelimporten, waren die Menschen zu aller erst verzweifelt. Der Film erzählt von ihren Schwierigkeiten und Anstrengungen ebenso wie von ihrer Gemeinschaftlichkeit, Solidarität und Kreativität während dieser schwierigen Zeit, die sie „die spezielle Periode“ nennen.

Die Kubaner_innen schildern uns, wie sie konfrontiert mit der Situation des schlagartigen eklatanten Mangels an fossilen Energieträgern den Übergang zu einer deutlich kohlenstoff-ärmeren Wirtschafts- und Lebensweise, die heute sogar ein Mehr an Lebensqualität für sie bedeutet, bewerkstelligten. Wie es ihnen etwa gelang, ihr ehemals hoch mechanisiertes, industrielles Landwirtschaftssystem binnen weniger Jahre in ein auf biologischen Methoden und städtischen Gärten basierendes System umzubauen.

Der Beginn des Films erzählt eine kurze Geschichte von Peak Oil, jenem Zeitpunkt, an dem die globale Ölförderung ihr Maximum erreicht und sich dann für immer verringert. Kuba, das einzige Land, das die auf diesen einschneidenden Wendepunkt folgende, Alles erschütternde Krise bisher erlebt hat, ist ein wegweisendes und mutmachendes Beispiel für die Möglichkeiten der im Angesicht von Klimawandel und Ressourcenknappheit dringend nötigen Umgestaltung unserer Gesellschaft in Richtung Nachhaltigkeit und eines gesünderen und besseren Lebens für Alle.

„…the best “short history of Peak Oil” that I have seen anywhere!“ – Marc Franke

“…one of the most important and hopeful stories of the past few decades.” – Richard Heinberg

“We have a lot to learn from this unlikely role model”
– Alisa Kane



http://www.powerofcommunity.org